Review

31. Aug, 2018

Endlich war er da, der lang ersehnte Tag. Das 2.Saisonhighlight nach Biel. Mit einem guten Gefühl, den nötigen Trainingskilometer und der richtigen Einstellung stand ich nun am Start. Die Atmosphäre einmalig, mit ein Grund wesshalb ich gerne hier bin.
Das Qualifikationsverfahren wurde gegenüber den vergangenen Jahren strenger, weshalb die Qualität des Starterfeldes auch höher einzustufen ist.
Die ersten 9km verliefen recht hügelig von Orsiere nach Champex Lac. Positionskämpfe und Stöcke machten es nicht einfach den Rhythmus zu finden. Ich habe jedoch gelernt mich nicht zur Ruhe raus bringen lassen ab solchen Dingen die ich nicht ändern kann.
Der grösste Fehler begann ich jedoch selbst, eine Schicht zuviel bringt mehr Schweiss und dementsprechend nasse Kleidung. So entschied ich mich nach 9km bei der ersten Verpflegung eine Schicht auszuziehen. Die folgenden 6Kilometer waren flach und ich konnte einige Ränge gut machen. Im darauffolgenden Anstieg fand ich schnell meinen Rhytmus der mich schnell nach oben brachte. Im Downhill spürte ich, dass vieles möglich ist um Ränge gut zumachen und trotzdem nicht zuviel zu riskieren.
So war ich einigermassen zügig in Trient bei Kilometer 26. Hier Verpflegte ich mich das erste mal mit fester Nahrung (feiner Salami) bevor es zum härtesten Aufstieg des Tages kam. Die 6km mit über 800hm konnte ich zum eigenen erstaunen wie am Schnürchen laufen. Beim Abstieg lief ich vorsichtig, konnte aber mehrere Mitläufer stehen lassen.
In Vallorcine nach 36km ass ich feines Brot mit Salami und Käse :-) . Die Dame an der Verpflegung sprach französisch mit mir, was ich zwar nicht verstand, aber die Geste mit der Hand über dem Käse interpretierte ich als "so du hast jetzt genug gehabt" !
Was nun folgte waren 8km mit je 250Höhenmeter rauf und runter, nichts Weltbewegendes, aber es genügte um mich in eine Minikrise zu bringen.
In Argentiere war ich froh etwas Süsses anzutreffen. Die Orange schmeckte köstlich, sie gab mir die Power die ich für die nächsten 5km mit 600hm brauchte. Der letzte Aufstieg, was für einer. Zum Glück kannte ich ihn schon und wusste was mich erwartet. Anfang des Aufstieges ging es eher flach und einige Läufer überholten mich. Ich lief mein eigenes Tempo und konnte gegen Schluss des Aufstieges im Wald den einen oder anderen wieder einholen. Die Krönung gab es dann an der Waldgrenze, der Übergang zur Skipiste. Nur 1km lang aber steil im Schotter hoch. Im Wissen das es der letzte Aufstieg ist mobilisierte ich nochmals alle Kräfte und gab alles zum schnellstmöglich oben anzukommen. Kurz vor dem Bergpreis spürte ich in den Oberschenkel das sich Krämpfe am anbannen waren, die Verpflegung kam zum Glück aber früher als die Krämpfe. Die letzten 8km waren Downhill und Genuss pur. Ich war selbst Überrascht was mein Körper nach 50km noch fähig war einzustecken. Ich lief einige Ränge gut und konnte es kaum erwarten in Chamonix einzulaufen. Die letzten 2km sind das Emotionalste was es für mich gibt. Die Zuschauer standen spalier und applaudierten einem zu. Die letzte Kurve die letzte Gerade, da ist sie die FINISHLINE. 10h29min54sek was für eine Zeit für mich, es zeigt einmal mehr, all die investierte Zeit zahlt sich aus.
Ich bin Stolz und dankbar nach dem verkorksten Saisonstart genau bei meinen 2 Saisonhighlight in Topform zu sein und die Leistung auch abliefern zu können.

11. Jun, 2018

Biel 2018

Als erster Saisonhöhepunkt und Fernziel vom Wintertraining 2017/2018 stand der Bieler Nachtultra über 56km auf meiner Liste.

Die Vorbereitung verlief super und der Testlauf am Winti Halbmarathon verlief äusserst zufrieden stellend.

So ging ich mit einem sehr guten Gefühl nach Biel, was aber auch die Erwartungshaltung an mich selber steigerte. Die letzten Stunden vor dem Start schlief ich nochmals einwenig und ass meine Gefühl 100.Portion Pasta in dieser Woche. Die Nerven spielten verrückt und die Sinnesfrage was ich da eigentlich mache stellte ich mir mehrmals.

Um 22uhr00 ertönte dann endlich der ersehnte Startschuss und ich trappte langsam los. Die ersten 3km liefen super bis sich mein nervöser Magen bemerkbar machte. Nach kurzem überlegen das Toitoi aufgesucht. 

So, nun dachte ich es kann los gehen. Immer wieder repertierte ich mir im Kopf Piano,Körpergefühl,Tempo...... 

Die erste kleinere Steigung lief erstaunlich super und stärkte meine Mentale Einstellung das alles stimmt. Bei km 15 machte sich erneut mein Magen bemerkbar und ich suchte Toitoi Nummer 2 auf. Ich schwor mir nun konzentriert weiter zu laufen und nur positiv zu denken. 

Meine Rennstrategie wahr ohnehin nicht 56km am Stück zu laufen sondern 3 Etappen daraus zu machen. So kam ich meinem ersten Etappenziel in Aarberg bei km17 schnell mal nahe und durchlief die schöne Holzbrücke konzentriert und voll Motiviert. Was nun folgte wahr das längste Etappenstück von 21km bis Ramsen. Kurz nach Aarberg hatte ich einen super Flow der mich förmlich schweben liess und ich einen Läufer nach dem anderen überholte. Immer wieder lief in meinem Kopf Piano,Körpergefühl,Tempo.... ab. Nach Oberramsen traff ich einen Velobegleiter den ich aus früherer Zeit kannte und er mich informierte das ich in meiner Kategorie knapp in Führung liege. 

Von da an wahr es geschehen, mein Körper setzte Energie frei und jede kleine Rampe wurde gedrückt. So verlief die letzte Etappe wie im Fluge und das Ziel in Kirchberg kam immer näher. Die letzte Brücke, die letzte Kurve, da wahr sie, die Ziellinie. Mega Happy überquerte ich die Ziellinie mit einem Big Smiley im Gesicht. Nach kurzer verschnaufpause informierte ich mich nach meinem Rang. Datasport bestätigte mir meinen Kategoriensieg sowie Overall den 12.Platz von 86 Finishern.

Nach einer Dusche und dem Rücktransport nach Biel studierte ich meine Zeit genauer und stellte fest dass ich die ersten 28km in 2h37min45sek gelaufen bin und die zweiten 28km in 2h37min50sek. Vor 9 Monaten hätte ich noch jeden ausgelacht hätte er mir gesagt dass ich so Konstant laufen kann. 

Jetzt geniese ich die Recovery Woche und schaue gespannt voraus auf meine nächsten Ziele 2018.

21. Mär, 2018

Es hätte der erste wirkliche Leistungstest werden sollen.
Auch paar Tage danach bin ich überhaupt nicht zufrieden mit meiner Perfomance. Ich fühle mich zur Zeit so gut wie noch nie und hatte mir soviel vorgenommen. Leider streikte mein Magen schon sehr früh im Wettkampf. Weder feste noch Flüssige Nahrungsaufnahme wahr nicht möglich. Magenkrämpfe plagten mich schon bereits ab dem 7. Kilometer. So kam es dass ich bei der Verpflegungsstelle 20km die Abkürzung nahm und nicht die Grosse Schleife sondern nur die kleine Schleife ins Ziel nahm. Am Schluss kann dieser Lauf als Training abgestempelt werden und es gilt nun nach vorne zu schauen.

Never Give Up. DNF is not an Option

14. Jan, 2018

Das Los hat entschieden. Meine Vorbereitung bekommt somit langsam Hände und Füsse. Ende August darf ich wieder nach Chamonix zum OCC 53km und 3500hm warten auf mich. Bis dahin folgt noch das eint oder andere Trail und Strassenläufchen das mich optimal auf diesen einen Tag vorbereitet.

1. Jan, 2018

2017, wo soll ich beginnen πŸ€”. Grosse Ziele🏁 tiefer Fall? Im Januar die Lungenentzündung, im Februar aufgestanden die Krone πŸ‘‘ gerichtet und weiter trainiertπŸƒ‍♂️. März Trail Petit Ballon🎈, es wird 3 Tage zuvor eine Gürtelrose aufgrund psychischem Stress entdeckt. Mein Wunsch den TPB zu laufen wird vom Arzt durchgewunken. Der Lauf in einer super Zeit gefinisht. Im April weiter gut trainiert und festgestellt das mir mindestens 1 Punkt für Chamonix 2018 πŸ—»fehlt. Kurzerhand den Trail Mont Terrible im Trainingsplan eingebaut. Super Lauf, jedem zu empfehlen. Mai, der nächste Tiefpunkt. Schmerzen in den Adduktoren. Die Ärzte πŸ‘¨‍βš•οΈ wissen nicht so recht. Anfangs Juni sind sie sich dann sicher, Adduktorenentzündung und schonen. Nichts geht wie gewünscht. Bis mitte August fällt alles wort wörtlich ins Wasser🌊. Danach steh ich wieder auf richte meine Krone πŸ‘‘und trainier wieder. Stopp zuviel, wieder zwickts. Voller Stopp, kein LauftrainingπŸƒ‍♂️, kein Velotraining🚴‍♂️ kein Schwimmen🏊‍♀️. Mitte Oktober starte ich wieder. Ganz langsam ganz vorsichtig. Keine Wettkämpfe mehr im 2017, dafür sugsessive mehr Trainingskilometer. November, es läuft. Die LaufeinheitenπŸƒ‍♂️ werden immer länger. Dezember, ich schaue auf den Jahres Kilometerstand und denke Shit da liegt noch was drin. Mitte Dezember stoppt mich eine Nebenhöhlenentzündung. 7Tage läuft nichts. Danach wieder Piano. Heute 31.12.2017 sagt mein Monatskilometerstand 222.2km und meine Jahreskilometer vom 2013 hab ich auch grad noch gepackt πŸŽ’. Wow, so schlecht wahr mein 2017 gar nicht. Vielen Dank all denen die mich im 2017 auf irgend einer weise Unterstützt habt. Danke ALPINA SPORT,JOMA,GARMIN,SPONSER SPORT FOOD,COMPRESSPORT,ASICS,MEGAJOULE und INROAG mit all den lieben Menschen die sich dahinter verstecken. Vielen Dank Raffaele Schiralli für deinen Support und die immer wieder lustigen Rennvelokilometer 😎
Rutsched gut meine Freunde. Wir sehen uns. Und denkt daran, immer einmal mehr aufstehen als man hinfällt. Lg schwankomat.ch